Ehrenamtlicher Lernpate aus Dankbarkeit
Als ich vor einigen Jahren in Rente ging, wusste ich, dass ich gerne eine ehrenamtliche Tätigkeit machen wollte, bei der Kinder im Mittelpunkt stehen sollten. Nach ersten Gesprächen hatte ich das Glück auf die Matthias-Schule zu stoßen und hier den DAZ-Bereich kennenzulernen. Ab da war alles sehr einfach. Die Geschichte, warum ich das mache, ist schnell erzählt: mein Vater kam 1960 als sog. Gastarbeiter nach Deutschland und zwei Jahre später – im Rahmen der Familienzusammenführung – kamen meine Mutter, meine Geschwister und ich nach Deutschland. Ich war damals fast 6 und nachdem man fast ein ganzes Jahr brauchte, um mich einzuschulen, bereits 7 Jahre alt. Mit dem Deutschlernen war es dann auch so eine Sache, da es keine Sprachförderung gab und wir Kinder immer nur mit anderen Gastarbeiterkindern spielten. Aber ich hatte das große Glück – nachdem vorher ein großes Unglück passiert war- dass sich zwei deutsche Familien meiner angenommen haben. Für ein ganzes Jahr! Ihnen verdanke ich auch, dass ich später das Abitur machen konnte. Seitdem weiß ich, wie wichtig es ist, dass Kinder regelmäßig Unterstützung bekommen. Ich komme sehr gerne zur Matthias-Schule, wo die Kinder mit begrenzten Mitteln, aber viel Herz gefördert werden.