Freie Fahrt für Freiwillige

Ein Bericht unserer FSJlerinnen Maribel und Sarah

Lange Zug- und Busfahrten zur Einsatzstelle, obwohl diese in manchen Fällen sogar nur gut 20 km entfernt liegt und das für knapp oder sogar über 100 Euro und mehr im Monat.

Dieses Szenario ist Alltag vieler Freiwilliger hier in Rheinland-Pfalz. Obwohl man sich durch seine Beschäftigung in Grundschulen, Kindergärten, Gedenkstätten, Museen, u.Ä., für die Gesellschaft einsetzt und eigentlich die umweltfreundliche Alternative Bahn dem Auto vorzieht, ist es vielen Freiwilligen unmöglich die Kosten der Zugtickets finanziell zu stemmen. Viele wohnen nicht mehr Zuhause, beispielsweise, da sie für das Freiwillige Jahr ihren Wohnort wechseln mussten oder sie wohnen zwar noch Zuhause, es ist den Eltern aber unmöglich, finanzielle Unterstützung zu leisten. Da bleibt unter Einberechnung der Miete und der Lebenshaltungskosten schon nicht mehr viel vom monatlichen Taschengeld, welches um die 350 Euro beträgt, übrig. Dann auch noch die Tickets für Bus und Bahn zu bezahlen ist nicht realisierbar. Schade ist, dass dadurch viele Jugendliche und junge Erwachsene dazu gezwungen sind, die Idee, ihr soziales Engagement in ein Freiwilliges Soziales Jahr einfließen zu lassen, zu verwerfen.

Text: Sarah Grub und Maribel Pütz

Plakate bzw. Foto: Kulturbüro und https://pro-fsj.de/de/freiefahrt  

Wir, Maribel und Sarah, die FSJlerinnen an der Matthias-Grundschule, haben deshalb am 5. Dezember 2019, dem „Tag des Ehrenamts“, an der Demonstration „Freie Fahrt für Freiwillige“ in Mainz teilgenommen. Hier liefen knapp 100 Freiwillige aus den Bereichen FSJ Kultur, FSJ Ganztagsschule und FSJ Politik mit. An diesem Tag fand zudem eine große Aktion über Social Media (unteranderem unter dem Hashtag #freiefahrtfürfreiwillige) statt, die auf die Problematik aufmerksam machte. Außerdem begleitete der SWR die Veranstaltung und sendete einen Bericht in den Abendnachrichten.

Freiwillige leisten einen großen Dienst für die Gesellschaft, indem sie sich sozial engagieren. Ihnen sollte ermöglicht werden, den umweltfreundlichen ÖPNV kostenfrei oder zumindest kostengünstig zu nutzen. Somit wird gewährleistet, dass Freiwillige gut mit ihrem Taschengeld auskommen und nicht von finanzieller Unterstützung abhängig sind. Auch erscheint der Freiwilligendienst dadurch für Interessierte attraktiver und der Zugang zu diesem wird erleichtert. Positive Vorbilder gibt es auch schon. So unteranderem Berlin und Brandenburg. Dort wird es Freiwilligen ermöglicht, ÖPNV-Tickets für 1 Euro am Tag zu nutzen. Eine enorme finanzielle Entlastung, wodurch nicht bis zu ein 1/3 des Taschengeldes für den Weg zur Einsatzstelle eingeplant werden muss.

Deshalb fordern wir, Freie Fahrt für Freiwillige!

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